Weil am 10. Juli 2026 das Beitragssatzstabilisierungsgesetz in Kraft getreten ist. Dieses hat die Erstattung der Kosten durch die gesetzliche Krankenversicherung (GkV), welche durch das Medizinalcannabis-Gesetz im Jahr 2017 ermöglicht wurde, wieder beendet.
Ich bin nicht bereit, dass hinzunehmen. Viele chronisch Erkrankte und schwerstkranke Menschen haben über Jahrzehnte die bezahlte Behandlung mit Cannabisblüten erkämpft und dann wird einem das nach fast zehn Jahren von heute auf morgen wieder weggenommen. Ohne das irgendein Ersatz zur Verfügung stehen würde. Es gibt gar nicht genug Fertigarzneimittel (Dronabinol, Sativex, Epidyolex) um jetzt alle ca. 65.000 Patienten zu versorgen. Davon abgesehen wäre dies für jeden Arzt/Ärztin ein unkalkulierbares Risiko, denn diese Fertigarzneimittel sind nur für wenige Krankheiten zugelassen, z. B. aber nicht für chronische Schmerzen, der häufigsten Diagnose, für welche bislang GkV-Cannabis verordnet wurde. Das neue Fertigarzneimittel, Exilby, ist noch gar nicht verfügbar und aufgrund der hohen Preise, die Vertanical im ersten halben Jahr verlangen wird, werden nicht viele Ärzte das verschreiben, denn auch hier droht das Schreckgespenst Regress wieder der Ärzteschaft.
Zudem fehlt eine zugelassene cannabinoide Substanz, die einen unmittelbaren Wirkungseintritt, z. B. bei Durchbruchschmerzen, Tumorschmerzen usw., die man nur durch inhalative Anwendung (Verdampfer) erzielen kann.
Und ich bin es auch leid, dass uralte Heilpflanzen wie Cannabis, Schlafmohn (Opium) usw. verboten werden. Das ist einfach nur absurd, Pflanzen zu verbieten. KEINE PFLANZE IST ILLEGAL!
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